
Dexbach Tour
neu!
Koordinaten des Wanderstartpunktes:
50.936889, 8.589523
Anreise mit Bus: Biedenkopf-Dexbach

Drüben auf der anderen Seite
der Sackpfeife
Einmal von Biedenkopf über die Sackpfeife erreicht man das
herrlich gemütlich gelegene Dexbach. In einem schönen ausgedehnten Spaziergang rund ums Dorf erleben Wanderinnen und Wanderer einen Hauch von Geschichte, Natur und Ruhe.
Die Dexbach Tour bei Outdooractive, Komoot und als GPX Daten:

Expertenvideos zur
Dexbach Tour
Weidenbach Brunnen
Ruhsamer Blick hinüber ins Wetteraner Land
Liebe Wanderinnen und Wanderer, mein Name ist Dietmar Damm, ich bin stellvertretender Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Dexbach. Wir stehen hier an dem Brunnen im Weidenbach. Hier wurden in 2025 diese zwei charmanten Ruhebänke erneuert. Wie viele andere Bänke rund ums Dorf, kümmert sich darum der Verschönerungsverein Dexbach. Die Bänke aus Eichenstamm tragen oft eine Inschrift mit dem Namen des Platzes und den damaligen Erbauern. Außerdem informieren Hinweisschilder über interessante Dexbacher Ortschaften, wie beispielsweise das ehemalige Bergwerk.
Apropos Dexbach: Hier gibt es viele Kirchbäume, die sich auch in unserem Wappen wiederfinden.
„In Gold ein Kirschenbüschel mit drei roten Kirschen und drei grünen Blättern.“
So wurde das Wappen 1955 vom Hessischen Minister des Inneren genehmigt.
Im Ursprung bestand das Wappen wohl aus 3 Kugeln oder Ringen. Diese haben sich mit der Zeit in Kirschen verwandelt.
Lasst uns doch gemeinsam kurz Platz nehmen, entspannen und ins Tal schauen: über Engelbach hinweg ins Wetteraner Land. Und dann, guten Weitermarsch!
Linde
Willkommen im 270-Einwohner Ort
Lieber Wanderfreunde, mein Name ist Rüdiger Belz und ich stehe hier an unserer schönen Linde. Erst einmal, möchte ich euch allerdings in als Ortsvorsteher hier in Dexbach begrüßen.
Dexbach ist ein Stadtteil von Biedenkopf und hat um die 270 Einwohner. Es liegt 350 m über NN. Erstmals wurde es 1332 urkundlich erwähnt. Die Kirche des Dorfes ist sogar älter, sie wurde bereits um 1260 erbaut. Trotz der geringen Einwohnerzahl herrscht bei uns ein reges Vereinsleben. Es findet jedes Jahr die traditionelle Kirmes statt und viele weitere gesellige Veranstaltungen, oftmals auf unserer schönen Schutzhütte.
Nun aber zurück zur Linde hier am südlichen Ortsrand oberhalb von Dexbach. Sie ist etwa 200 Jahre alt und 26 Meter hoch und als Naturdenkmal gekennzeichnet. Ein solches ist ein natürlich entstandenes Landschaftselement, das unter Naturschutz steht. Dazu zählen neben Bäume, Felsformationen, Quellen, Alleen oder Höhlen. Sie werden aus ökologischen, wissenschaftlichen, geschichtlichen oder heimatkundlichen Gründen unter Schutz gestellt.
Von hier haben wir einen schönen Blick über das Dorf und die umliegenden Berge. Von links nach rechts beginnend beim großem und kleinen Hardenberg, der Hardt mit der Schutzhütte, den Knollsberg und das Körle. Dort befindet sich übrigens das zweite Naturdenkmal von Dexbach, die einzelnstehende Esskastanie auf dem ehemaligen Festplatz des Dorfes. Sie wurde erst im Jahr 2023 als Naturdenkmal anerkannt.
Viel Spaß in und um Dexbach!
Kirche
Geschichte aus dem 13. Jahrhundert entdecken
Liebe Wanderinnen und Wanderer, mein Name ist Stephan Inerle vom Verschönerungsverein Dexbach sowie stellvertretender Ortsvorsteher. Wir stehen hier vor unserer schönen evangelischen Kirche.
Die Kirche wurde in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut, wahrscheinlich um 1260. Sie besteht aus einem romanischen und einem gotischen Teil. Die erste urkundliche Erwähnung fand 1336 statt.
In unsere Kirche gibt es allerhand zu entdecken. So zum Beispiel ein 8-eckiges Taufbecken, das 1980 bei Renovierungsarbeiten auf einem ortsansässigen Bauernhof gefunden wurde. Es stammt wohl aus dem 14. Jahrhundert und besteht aus Sandstein. Nachdem es aufgearbeitet wurde fand es wieder seinen Platz in der Kirche. Auch gibt es einige Wand- und Deckenmalereien. Bei Renovierungsarbeiten 1957/58 wurde an der Nordseite ein Christopherus Gemälde entdeckt dessen Ursprung wohl aus dem 15 . Jahrhundert stammt. An der Decke wurde im 17 Jahrhundert Sonne und Mond gemalt. Die Fensterumrahmungen stammen aus der Renaissance. Die Kirche hat 3 Glocken, wobei die älteste aus dem 15 Jahrhundert stammt. Auf der barocken, hölzernen Empore steht eine Hardt Orgel aus dem Jahr 1958.
Zudem ist Dexbach eine spannende Krimi-Vorlage. Auf der Hauptstraße, der Biedenkopfer Strasse, kann man auf der rechten Seite Richtung Engelbach das Posträuberhaus entdecken. Dort wohnte David Briel. Er war der Einzige Räuber, der nach dem sogenannten Postraub in der Surbach bei Gladenbach-Mornshausen 1822 entkam. Seine 7 Komplizen - Taglöhner und Bauern aus Kombach und Wolfgruben - wurden gefasst und in Gießen hingerichtet.
Die Geschichte wurde 1971 sogar von Volker Schlöndorf unter dem Titel „ Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach“ verfilmt.
Euch eine gute Zeit in unserer kleinen, aber geschichtlichen Ortschaft!


