
Eckelshausen Trip
neu!
Koordinaten des Wanderstartpunktes:
50.885363, 8.545410
Anreise mit Bus: Biedenkopf-Eckelshausen Lahnstraße

Exkursion rund um Eckelshausen
Auf Schwanerts Spuren kann man auf fast 10 km die verspielte
Natur rund um Eckelshausen entdecken. Durch das kleine Örtchen
führt der Weg bis ins versteckte Katzenbach. Wer entspannte Natur
und Ruhe sucht, wird sie hier finden!
Die Eckelshausen Trip bei Outdooractive, Komoot und als GPX Daten:

Expertenvideos zum
Eckelshausen Trip
Kirche
Auf Martin Luthers Spuren in Eckelshausen
Hallo ihr lieben Wanderinnen und Wanderer, mein Name Klaas Hansen und ich bin Pfarrer hier im schönen Eckelshausen. Auch ich möchte euch auf der Wanderung in und um Eckelshausen begrüßen und einiges Interessantes zu unserer Kirche mit euch teilen.
Das Dorf Eckelshausen findet zum ersten Mal namentliche Erwähnung in einer Urkunde aus dem Jahr 1334. Der Turm der Kirche ist jedoch noch ein paar Jahrzehnte älter, vermutlich um 1250 errichtet, ursprünglich nicht als Teil einer Kirche, sondern als Wehrturm.
Erst später, vielleicht um das Jahr 1300, erfolgte der Anbau des Kirchenschiffes, welches ihr hier hinter mir sehen könnt. Der erste namentlich erwähnte Pfarrer war "Heinrich zu Eckolshus" im Jahr 1365.
Besondere Erwähnung in der langen Reihe der Pfarrer, die in Eckelshausen wirkten, verdient Johannes Bonemilch, der von 1454 an zwölf Jahre hier Pfarrer war.
Nach seiner Zeit in Eckelshausen ging er nach Erfurt, schrieb sich in die Theologische Fakultät ein und machte dort Karriere. Er wurde Theologieprofessor und zum Dekan der Universität gewählt - ein Amt, das er viele Jahre innehatte. Im Jahr 1498 wurde er sogar zum Weihbischof erhoben. In dieser Funktion weihte er 1507 keinen Geringeren als Martin Luther zum Priester.
Man sieht also: Die kleine Kirche von Eckelshausen steht in einem nicht unbedeutenden Zusammenhang mit Martin Luther und der geschichtlichen Entwicklung der Kirche in Deutschland, ja der Welt.
Ich wünsche euch weiterhin einen sicheren Tritt auf euerer Wanderung!
Adlig Hof
700 Jahre Gutshof-Geschichte und ein geheimer Tunnel
Hallo liebe Wanderinnen und Wanderer, ich bin Katja Hartnack, gebürtige Eckelshäuserin und freue mich euch heute die Geschichte des Adlig Hof zu Eckelshausen näher zu bringen.
Die Geschichte des Hofes ist eng mit derer der Herren von Hohenfels verbunden. Dieses einst mächtige Adelsgeschlecht aus Allendorf besaß in vielen Dörfern des Hinterlandes Güter und errichteten das Anwesen als Gutshof. Offiziell wurde der Hof erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt. Über die Jahrhunderte wechselte mehrfach der Besitz nachdem und wurde stetig erweitert.
Im Jahr 1647 setzten schwedische Soldaten im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges bei Gefechten den Hof in Brand. In den folgenden Jahren erfolgte zwar der Wiederaufbau, doch das Anwesen veränderte sich. Leider wurde der Teich vor dem Haus zugeschüttet und der schöne große Ziergarten verkleinert. Es blieben nur noch ein Obst- und Gemüsegarten übrig.
Nach kurzer Zeit im Besitz der Familie Breidenbach genannt Breidenstein erwarb 1876 Johann Jost Born den Hof, welcher in Baltimore in Amerika zu Geld gekommen war. Seither nennt man ihn „Wiesenhof“. Die Familie Born lebt noch heute hier.
Bis in die heutige Zeit erzählen sich die Eckelshäuser Geschichten davon, dass von dem Gut ein unterirdischer Gang zu der nahen, auf einem Felsvorsprung liegenden wehrhaften Kirche führt. Wo er beginnt und wo er endet vermag aber niemand mehr zu sagen. Aber wer weiß, vielleicht stoßt ihr auf den geheimnisvollen Tunnel.
Nun wünsche ich euch weiterhin eine schöne Wanderung und freue mich euch meine Heimat etwas näher gebracht zu haben!
Katzenbach
Wahre Hinterländer Idylle
Hallo,
mein Name ist Christina Kauer. Herzlich willkommen im schönen Katzenbach. Katzenbach ist mit aktuell 21 Einwohnern der kleinste Ortsteil von Biedenkopf. Hier ist die Welt zu Ende, denn es geht nicht weiter. Katzenbach ist ein Sackgassen-Dorf. Obwohl das Dorf so klein ist, haben wir eine Gaststätte. Im Katzenbacher kann man wunderbar nach einer Wanderung einkehren. Vor allem der Biergarten mit seiner tollen Aussicht lädt zu einer Pause ein.
Viele Sachen machen Katzenbach zu etwas besonderem. Eine Sache ist, dass es keine Straßenlaternen hier gibt. Bei klarem Himmel leuchten die Sterne so hell, wie man es sonst kaum sieht, da es im Dorf komplett dunkel ist. Wo gibt es das noch?
Wenn man hier entlang weiter zum Friedhof gehen würde, könnte man heute noch die Reste des alten Jagdschlosses sehen. Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt ließ ein Jagdhaus zu einem Jagdschloss umbauen und kam regelmäßig mit seinem Gefolge zur Jagd nach Katzenbach. 1774 wurde das Schloss abgerissen. Fenster und Balken des Jagdschlosses wurden im Stappschen Haus am Marktplatz in Biedenkopf, auch bekannt als Hirsch Apotheke, verwendet und sind heute dort noch zu finden. So lebt ein Teil Katzenbacher Geschichte in Biedenkopf weiter.
Viel Spaß beim Rückweg nach Eckelshausen.
Einoth
Willkommen im Musbachtal
Hallo liebe Wandersleute, mein Name ist Herbert Nassauer und ich begrüße euch im wunderschönen Eckelshausen im Musbachtal.
Wir befinden uns im oberen Lahntal ca. 3 km flussabwärts der ehemaligen Kreisstadt Biedenkopf. Zu beiden Flussseiten wird das Lahntal durch Bergrücken begleitet. Auf der linken Seite sind das „Einoth“, wo wir uns gerade am Streckenverlauf befinden, und das „Liechen“ besonders hervorzuheben. Von hier können wunderbare Ausblicke auf Eckelshausen und das Lahntal genossen werden.
Eckelshausen wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von siedlungswilligen Bauern gegründet. Sie bauten ihre Höfe links und rechts des Musbach und rund um die heutige Kirche. Der Kirchturm wurde ebenfalls Anfang des 13. Jahrhunderts als Wehrturm von den Herren von Hohenfels zum Schutz für die Bevölkerung erbaut.
Zu der damaligen Zeit hatten sich die Grafen von Nassau in Eckelshausen Grundbesitz als Lehen gesichert und auf diesem einen Lehnshof errichtet. Auf jenem Hof lebte ein Zweig der Herren von Hohenfels. Der Hof ist als „Adeliger Hof“ bis heute bekannt.
Viele wichtige Verkehrswege führen durch das Lahntal, wie etwa die „Alte Landstraße“. Sie führte auf der linken Lahnseite von Biedenkopf kommend über die „Wolfskaute“, durch das Musbachtal, links der Kirche entlang über Kombach nach Marburg. Lange Zeit war sie die Hauptverbindungsstraße zwischen dem Hinterland und Marburg.
Das Musbachtal zieht sich als eines der schönsten und interessantesten Täler des Altkreises Biedenkopf über mehrere Kilometer nebst Nebentälern, wie das „Bilzetal“, durch die waldigen Hügel.
Ich wünsche euch viel Spaß bei der Erkundung der Natur rund um das Musbachtal!


