
Kombacher Runde
neu!
Koordinaten des Wanderstartpunktes:
50.877511, 8.559421
Anreise mit Bus: Biedenkopf - Kombach DGH

Sag dem Alltagsstress Lebewohl
In Kombach startet der Weg mit einem ansprechenden Anstieg
aus dem Ort in die Natur. Hierbei erfährt man spannendes über
Kombach, ehrenamtliches Engagement und versteckte Highlights im
heimischen Wald. Angenehmer kann man dem Alltagsstress kaum entkommen.
Die Kombacher Runde bei Outdooractive, Komoot und als GPX Daten:

Expertenvideos zur
Kombacher Runde
Dorfzentrum
Willkommen in Kombach und Wissenswertes zum Ort
Hallo, mein Name ist Frank Platt, ich bin Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Kombach e.V. und möchte den Wanderweg „Kombacher Runde“ vorstellen. Er ist entstanden im Nachgang zur 750-Jahr-Feier im Jahr 2018 als Idee, markante Punkte um Kombach auf einem Wanderweg anzusteuern.
Hier auf der Tafel finden sich einige Informationen zu Kombach, angefangen mit der Ersterwähnung im Jahr 1268 über den legendären Postraub an der Subach im Jahr 1822 bis hin zu einigen Daten aus der neueren Geschichte.
Auf der zweiten Tafel ist der Wanderweg dargestellt mit einigen „Sehenswürdigkeiten“, die man während der Wanderung passiert. Start- und Zielpunkt ist hier am Bürgerhaus in Kombach. Die Strecke ist ca. 9,5 Kilometer lang. Sie ist nicht sehr anstrengend, aber leider nicht für Kinderwagen geeignet. Je nach Verweildauer an den interessanten Stellen dauert die Runde etwa zweieinhalb Stunden. Der größte Anstieg ist gleich zu Beginn zu erledigen, danach geht es dann ab der Ruhebank vor dem Honigberg gemütlicher weiter.
Ich wünsche viel Spaß beim Rundgang auf der „Kombacher Runde“.
Honigberg
Verweilen und genießen mit tollem Lahntal-Blick
Lieber Wandergemeinschaft,
Der erste Anstieg der Kombacher Runde ist geschafft. Von hier aus hat man mit den schönsten Blick auf Kombach. Ich bin Tobias Damm und bin Burschenoberst der Mädchen- und Burschenschaft hier in Kombach.
Die Bank hinter mir bietet sich für eine erste Rast an, bei der man in das breiter werdende Tal der Lahn schauen kann. Die Nachbarorte Friedensdorf, Dautphe, Wilhelmshütte und Wolfgruben erkennt man von links nach rechts. Im Hintergrund ist dann auch noch Mornshausen zu sehen.
Der Honigberg war in früheren Zeiten ein Streitobjekt zwischen Kombach und Eckelshausen. Dabei ging es im 19. Jahrhundert um die Aufteilung des Honigbergs des Waldes. Der Streit wurde schließlich durch eine Generalkommission der Regierung in Wiesbaden im Jahr 1833 beigelegt. Ob das der Grund dafür war, dass sich die Einwohner von Eckelshausen und Kombach lange Jahre nicht sonderlich gut verstanden haben?
Ich wünsche weiterhin viel Spaß auf der Kombacher Runde, die jetzt über die Drei Wege zum Tretbecken führt.
Tretbecken
Kombachs Wellnessoase
Hallo, ich bin Armin Platt und darf die so genannten „Tretbeckenfreunde“ vertreten. Eine Gruppe aus Kombachern, die sich die Pflege dieses schönen Platzes auf die Fahne geschrieben haben. Das Tretbecken wurde bereits 1968 im Rahmen Kombachs 700-Jahr-Feier erbaut. Als es 2015 sehr abgenutzt war und der Abriss drohte, haben wir uns formiert und pflegen den Platz. Aber genug gesprochen, lasst uns etwas Melodik in den Wald bringen:
Am Tretbecken in Kombach gibt es Wohlsein
das prickelt fröhlich, weil’s hier munter zischt.
Es wird dich gleich beglücken und es wird dich echt entzücken
Wasser das belebt und es erfrischt
Tretbecken, Tretbecken, du mein Wohlfühlraum
Tretbecken, Tretbecken, du mein Wohlfühlraum.
Und wenn Du hier bist wirst Du gleich entdecken
die Ruhe hier tut gut und wirkt total.
Der Wald entlockt dir Träume und Du spürst die Kraft der Bäume
und automatisch hast du mehr Elan.
Hier triffst Du Freunde und die pure Freiheit
ein „Super Raum“ zum „Froh- und Glücklich sein“.
Die Harmonie sie sprudelt und das Glück es blüht enorm
das Leben läuft hier fit und kommt in Form.
Wenn eure Füße wieder trocken sind, führt die die Kombacher Runde weiter an der Schutzhütte des Verschönerungsvereins vorbei zu einem Naturdenkmal, der Dicken Eiche, auch Eulenbaum genannt. Weiterhin viel Spaß auf der Tour.
Hirschstein
Kombachs Naturdenkmal
Lieber Wanderfreunde, ich bin Norbert Fenner, ehemaliger Ortsvorsteher in Kombach und nach wie vor im Vorstand unserer Dorfgemeinschaft.
Mittlerweile sind wir im Hirschstein angekommen, der höchsten Erhebung in der Kombacher Gemeinde mit einer Höhe von 391 Metern. Ich stehe hier an einem alten Naturdenkmal, der „Dicken Eiche“ oder auch dem „Eulenbaum“. Wie der Name schon andeutet, haben hier noch bis in die 1960’er Jahre Eulen gebrütet und ihre Jungen aufgezogen. Als ich noch Kind war, sind wir manchmal hier vorbeigegangen und haben mit einem dicken Ast an den Stamm geschlagen, um die Eulen aufzuscheuchen und sie bei ihrem Flug beobachten zu können. Leider ist mittlerweile der Teil der Eiche abgebrochen, in dem sich die Bruthöhle befunden hat.
Es ist auch nicht mehr zu ermitteln, wann die Bezeichnung Naturdenkmal für diese imposante Eiche verschwunden ist. Es existieren allerdings noch eine Aufnahme aus den 1970’er Jahren, auf der das Schild mit dem Symbol für ein Naturdenkmal zu sehen ist.
Die Wanderung geht jetzt weiter zum Tanzplätzchen, wo früher tatsächlich auf diesem freien Waldplatz Tanzveranstaltungen stattgefunden haben. Weiter geht es dann auf einem Fußpfad durch den Wald zum ehemaligen Flugplatz.
Flugplatz
Ready to take off, Kombach
Servus liebe Wanderinnen und Wanderer, mein Name ist Lena Damm. Ein weiterer Höhepunkt der Kombacher Runde ist der Flugplatz, auf dem wir hier stehen. Wie der Name schon sagt, ist es kein Flughafen, sondern war in den 1930’er Jahren der Startplatz für Segelflieger. Dazu war ein Teil des hinter uns liegenden Hirschsteins gerodet, wodurch die Startbahn verlängert wurde. Mit Hilfe von Gummiseilen, die aus alten Schläuchen hergestellt waren, erfolgte dann der Start. Zwei Personen mussten also zunächst das Flugzeug festhalten, die beiden Gummizüge wurden mit dem Kommando "Ausziehen" gespannt. Dann wurden die "Starter" mit dem Befehl "Laufen" losgeschickt, um das Flugzeug zu beschleunigen und schließlich diente das Kommando "Los" dazu, den Flieger loszulassen, so dass er abheben konnte. Die Gummibänder fielen dann aus ihren Verankerungen am Segelflieger heraus, wenn das Flugzeug über die Köpfe der "Starter" hinweg segelte. Oft endete der Flug schon lange, bevor die Bundesstraße erreicht worden war. Im Hinterländer Anzeiger wird davon berichtet, dass die ersten drei Flüge 10, 29 und 30 Sekunden gedauert haben.
Weitere Informationen, auch zu den umliegenden Gebirgszügen, finden sich auf der Infotafel vor der Sitzgruppe.
An der überdachten Sitzgruppe befindet sich ein kleines Kästchen mit Stempel und Wanderbuch. Hier können sich Besucherinnen und Besucher eintragen und auch ihr eigenes Wanderbuch abstempeln.
Auch von hier lohnt sich wieder beim entspannten Sitzen auf der Bank ein Blick ins Lahntal, wo man jetzt die Orte Allendorf, Friedensdorf, Mornshausen, Dautphe, Wilhelmshütte, Wolfgruben, Eckelshausen und auch Kombach erkennt.
Die Kombacher Runde geht jetzt weiter Richtung Wacholderheide. Als letzten Aussichtspunkt erreicht man dann Stengersch Land, wo die drei Gemeindegrenzen von Buchenau, Friedensdorf und Kombach zusammenstoßen. Von hier aus hat man einen schönen Blick ins Lahntal und auf die historischen Gebäude der Carlshütte.


